errechnungspreise (Transfer Pricing) bezeichnen die Preisfestsetzung für Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen innerhalb
Verrechnungspreise (Transfer Pricing) bezeichnen die Preisfestsetzung für Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen innerhalb multinationaler Konzernstrukturen, etwa beim Austausch von Gütern, Dienstleistungen oder geistigem Eigentum. Diese Transaktionen finden zwischen Unternehmen des gleichen Konzerns statt, die aber in unterschiedlichen Rechtsordnungen operieren.
Da solche konzerninternen Geschäfte nicht zwangsläufig zu Bedingungen stattfinden, wie sie zwischen unabhängigen Dritten gelten würden, haben viele Länder Verrechnungspreisregeln eingeführt, um zu verhindern, dass Gewinne künstlich in Niedrigsteuerländer verschoben werden. Dies schützt die Steuerbasis und sorgt dafür, dass multinationale Unternehmen dort Steuern zahlen, wo wirtschaftliche Aktivitäten stattfinden.
In Chile orientieren sich die Vorschriften an den OECD-Richtlinien zu Verrechnungspreisen, die das Arm’s-Length-Prinzip vorschreiben — d.h., konzerninterne Preise müssen vergleichbar sein mit denen, die unabhängige Unternehmen am freien Markt vereinbaren würden.
Unternehmen müssen entsprechende Dokumentationen erstellen und jährlich gegenüber der Steuerbehörde einreichen, um die Einhaltung dieser Regeln nachzuweisen. Verstöße können zu Steueranpassungen, Strafen oder Nachforderungen führen.
Verrechnungspreise tragen zur Transparenz internationaler Geschäfte bei und gleichen die steuerlichen Belastungen in den Ländern aus, in denen multinationale Unternehmen tätig sind.
Kontakt: +56 9 8139 3599 cvaldes@bbsc.cl
