Das Steuerreformprojekt von 2022 in Chile umfasst mehrere Bestimmungen, die insbesondere internationale Investoren und multinationale Unternehmen betreffen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung einer fairen und vorschriftsmäßigen Besteuerung grenzüberschreitender Aktivitäten.
Ein zentrales Element ist die Erweiterung und Präzisierung der Verrechnungspreisregeln, einschließlich der Verwendung des interquartilen Bereichs zur Bestimmung von Arm’s-Length-Preisen sowie Änderungen bei den sogenannten Advance Pricing Agreements (APA). Dadurch wird der chilenischen Steuerbehörde eine bessere Durchsetzung OECD-konformer Standards ermöglicht.
Die Reform sieht darüber hinaus Anpassungen bei der Besteuerung von Dividenden und Kapitaleinkommen an ausländische Anteilseigner vor, inklusive spezieller Quellensteuermechanismen und Anrechnungsmöglichkeiten unter internationalen Doppelbesteuerungsabkommen.
Mit diesen Maßnahmen strebt Chile an, Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung zu reduzieren und gleichzeitig Transparenz für globale Investoren zu schaffen.
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